Es war ein Sonntagmorgen im Oktober, einer jener Tage, an denen die Luft noch warm ist, aber der Himmel bereits die klare Farbe des Herbstes hat. Die Straße nach Padenghe sul Garda verlief ruhig zwischen frisch abgeernteten Feldern und goldenen Hügeln, während sich der See in der Ferne in der Stille zu spiegeln schien. Es war nicht das erste Haus, das wir gesehen hatten, aber etwas gab uns schon vor der Ankunft das Gefühl, dass dieser Besuch anders sein würde. Die Villa befand sich in einer Residenz, aber etwas abseits, während die anderen Wohnungen in der grünen Wohnanlage lagen, konnte die Villa die Geräusche der im Wind wehenden Blätter und der tief gleitenden Schwalben genießen. Schon von außen fiel sie durch ihre elegante Schlichtheit auf: vier freie Seiten, ein großer, gepflegter, aber nicht zu formeller Garten von über 350 Quadratmetern, der durch einen privaten Durchgang mit dem Schwimmbad der Residenz verbunden ist, ein Ort, der einen willkommen heißt und nicht aufdrängt. Wir betraten das Haus durch den Portikus, eine herrliche Ecke, die das Haus auf zwei Seiten umschließt. Ich stellte mir sofort einen Sommer dort vor, mit sanftem Licht, langsamen Abendessen und Kindern, die barfuß im Gras spielen. Im Inneren strömte viel Licht durch die Fenster. Im Erdgeschoss verbindet sich die halboffene Küche mit dem Wohnzimmer, das groß und warm ist, ideal für alle, die Geselligkeit lieben, ohne auf ihre Privatsphäre verzichten zu wollen. Die beiden Schlafzimmer auf dieser Etage - ein Doppelzimmer mit eigenem Bad und ein Zweibettzimmer - blicken auf den Garten, und jedes Detail, von den Fußböden bis zum Farbton der Wände, schien uns “willkommen“ zu heißen. Dann ging es hinunter in den Keller. Und dort erzählte das Haus einen weiteren Teil von sich selbst: eine gemütliche Taverne mit offener Küche, ideal für Winterabende, Brettspiele oder einfach nur, um das Telefon abzuschalten und die Musik aufzudrehen. Auch hier gibt es zwei Doppelschlafzimmer und ein komfortables Bad mit Fenster. Ein in sich geschlossener, vielseitiger Raum, der sich mit der Familie verändern kann. Die Garage, groß genug für vier Autos, mit direktem Zugang von der Straße, ist ein seltener Wert. Vor dem Haus können auch Besucher sorgenfrei parken. Dieses Haus ist Atem, Licht, Frieden, Harmonie und Stille. Und es hat eine beneidenswerte Lage: in zehn Minuten ist man in Desenzano oder Salò, in zwanzig in Sirmione, und Verona ist noch ein Stückchen weiter. Wir verließen Padenghe an diesem Nachmittag mit dem subtilen Gefühl - fast unmerklich, aber eindringlich -, dass dieser Ort, dieses Haus, mehr werden könnte als eine Adresse. Vielleicht ein neuer Anfang.