Zwischen dem Barock von Nardò und den Pinienwäldern von Porto Selvaggio, in jenem Landstrich, wo die rote Erde allmählich in Sand übergeht und die Luft bereits den Duft der Macchia in sich trägt, liegt eine von Grün umgebene Villa auf einem 1.600 m² großen Grundstück in einer Lage, wie sie im Salento nur schwer zu finden ist: nah genug an der Stadt, um zu ihr zu gehören, und nah genug an der Küste, um ihren Atem zu spüren. Hinter dem Tor schlängelt sich eine helle Kiesallee zwischen Aleppo-Kiefern, Zypressen und Olivenbäumen, zwischen Myrtenhecken und Oleandersträuchern, bevor sie sich zum Eingangsplatz öffnet, wo eine geschwungene Säulenreihe die Veranda umrahmt und das Haus mit der ruhigen Erhabenheit großer mediterraner Landresidenzen ankündigt.
Der Innenraum offenbart sofort, was die Fassade nur erahnen lässt. Das Wohnzimmer erstreckt sich fünf Meter hoch unter einem Glockengewölbe, im Salon und im Hauptschlafzimmer öffnen die Sterngewölbe ihre Rippen wie Blütenkrone aus Stein – ein kultiviertes Design, das im Salento den vornehmen Residenzen vorbehalten ist und sich hier dem Blick unversehrt darbietet. Die dicken Mauern bilden Nischen, tiefe Schwellen und Durchgänge, die eher ausgehöhlt als erbaut wirken. Die Terrazzoböden reflektieren das lange Nachmittagslicht, die hohen Holztüren reihen sich in perspektivischen Abfolgen von einem Raum zum anderen aneinander, und jeder Raum vermittelt jene Vorstellung von Solidität und Behaglichkeit, die die zeitgenössische Architektur weitgehend vergessen hat.
Die rund 240 m² der Villa verteilen sich auf drei Ebenen. Das Erdgeschoss ist um den Eingangs- und Wohnbereich herum angeordnet, der sich zur Säulenveranda und von dort ins Grüne hin öffnet: die Wohnküche mit offenem Kamin – das häusliche Herzstück des Hauses, wo das Feuer noch eine alltägliche Geste und kein bloßer Schmuck ist –, die Schlafzimmer, zwei Badezimmer mit unterschiedlichem Charakter, eines mit Badewanne unter dem Fenster mit Blick auf die Kiefern, das andere mit Dusche, sowie die in den Mauerstärken untergebrachten Hauswirtschaftsräume. Über die Innentreppe gelangt man in das Obergeschoss mit einem weiteren Schlafzimmer und direktem Zugang zur großen Dachterrasse: eine offene Fläche mit Blick auf die Baumkronen und den Himmel, die in den warmen Monaten ganz natürlich zum schönsten Raum des Hauses wird.
Die untere Etage birgt das raffinierteste Element des Anwesens. Als eigenständige Welt konzipiert, verfügt sie über ein Wohnzimmer, eine Küche mit Kamin, ein Schlafzimmer und ein durch ein Oberlicht beleuchtetes Duschbad und ist mit einem Diensthof verbunden, der mit einer Außenküche und einem separaten Zugang ausgestattet ist: eine vollständige und autarke Einheit, die es ermöglicht, Gäste zu empfangen, ohne auf die eigene Privatsphäre verzichten zu müssen, und die sich – bei Erfüllung der erforderlichen Auflagen – für eine separate und gewinnbringende Bewirtschaftung der Räumlichkeiten eignet.
Es ist dieser doppelte Charakter, der die Villa zu etwas Besonderem macht. Wer sie als Wohnsitz begehrt, findet hier ein großzügig geschnittenes Familienhaus mit einem gewachsenen Park, drei Ebenen, die sich für unterschiedliche Lebensweisen unter einem Dach eignen, und die Freiheit, jeden Morgen zu entscheiden, ob man in die Stadt oder ans Meer fahren möchte. Wer sie als Investition betrachtet, wird die Lage zu schätzen wissen – der Streifen zwischen Nardò und den ionischen Küstenorten gehört zu den begehrtesten im Salento – sowie die Möglichkeit, die eigenständige Etage oder das gesamte Anwesen für die Beherbergung von Gästen zu nutzen, und zwar in einem Markt, in dem die Nachfrage seit Jahren das verfügbare Angebot übersteigt. Beides schließt sich übrigens nicht gegenseitig aus: Es sind einfach zwei Arten, denselben Wert zu erkennen.